Die Stellv. Pflegedienstleitung Frau Bossert im Gespräch

Nina Bossert weisser HG 2

Nina, stellvertretende Pflegedienstleitung,
seit 2016 bei der AWO Sozialstation Rems-Murr

Als Nina als Mutter von zwei kleinen Kindern das Jobangebot der AWO Sozialstation bekam, konnte sie quasi nicht 'nein' sagen. Auch wenn sie eigentlich in einer stationären Pflegeeinrichtung und nicht in der ambulanten Pflege gearbeitet hat. Seit April 2019 ist sie stellvertretende Pflegedienstleitung.

Nina, wie sind Sie zur AWO Sozialstation gekommen?

Ich habe gerade meine Weiterbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft aus Eigeninitiative heraus gemacht, als ich mit einer Mitschülerin der Weiterbildung ins Gespräch kam. Wir kannten uns schon und sie hatte schon öfter mal gesagt, ich soll doch zu ihnen in die mobile Pflege kommen. Aber ich war früher noch nicht so ganz davon überzeugt. Ich habe ja eigentlich auf Station gearbeitet.

Was war dann der ausschlaggebende Punkt, zu wechseln?

Das Jobangebot vom Chef (Nina lacht). Ich konnte meine Weiterbildung bei der AWO Sozialstation fertig machen und als Fachkraft anfangen, mit Arbeitszeiten von Montag bis Freitag, nur Frühdienste und zuerst 35%, später dann 75%. Am Anfang war ich dann an unseren verschiedenen Standorten noch als Springer im Einsatz, je nachdem wo gerade Not am Mann war. Aber seit ich stellvertretende Pflegedienstleitung bin, muss ich das nicht mehr machen und bin eigentlich nur noch im Büro.

Haben Sie es bereut?

Absolut nicht. Wir sind ein tolles Team und arbeiten gut zusammen. Es macht Spaß. Es sollten noch mehr Pflegefachkräfte zu uns wechseln (Nina lacht).

Das hört sich ja nach sehr guten Arbeitsbedingungen für eine Mutter mit kleinen Kindern an.

Ja, ich genieße im Moment einen besonderen Luxus. Übrigens, auch als Fachkraft war das schon gut. Wir haben zum Beispiel unsere Mutti-Touren von 8 bis 12 Uhr, die wir manchen Mitarbeiterinnen anbieten können. Die Idee dahinter sind kindergartengerechte Arbeitszeiten, wo die Mütter die Kinder selbst zur Betreuung hinbringen und abholen können. Nicht jede hat den Luxus wie ich, dass mein Mann morgens die Kinder fertig machen kann. Die Idee der Mutti-Tour ist noch nicht so verbreitet. Auch andere Arbeitgeber versuchen ihren Mitarbeitern entgegenzukommen, aber die AWO ist da schon sehr vorbildlich. Wenn es mit der Betreuung schwierig ist, kann ich die Kinder auch mal mit ins Büro bringen oder zu Besprechungen oder Mitarbeiterfesten. Der Chef sagt, wir sollen das nutzen und steht da hinter uns.

Welche Möglichkeiten hat man generell bei der AWO Sozialstation, mit Kindern beruflich voranzukommen?

Wir schauen, wo Kollegen weiter gefördert werden können. Dann gehen wir auf sie zu. Ob die Kollegen Kinder haben, spielt dabei keine Rolle. Es geht mehr darum, was sie schon können und wie sie gefördert oder noch besser werden können. Das ist uns sehr wichtig. Das Einzige, was nötig ist, ist Flexibilität für die Unterrichtstage. Da müssen die Kinder entsprechend der Unterrichtszeiten versorgt sein. Alles andere kriegen wir hin.

Und was ist der nächste Schritt für Sie persönlich?

Erstmal als stellvertretende Pflegedienstleitung ankommen (Nina lacht). Der Chef fragt zwar schon immer mal wieder, was ich als nächstes machen will. Aber ich bin noch nicht soweit. Ich habe einen ziemlich hohen Anspruch an mich selbst und immer noch ein bisschen damit zu kämpfen, pünktlich zum Wochenende mit meinen Aufgaben fertig zu werden. Da muss ich mich noch etwas besser organisieren.

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